Zweiter Todesfall durch Orkan "Sebastian" – Warnung vor Sturmflut in Hamburg

Donnerstag, 14. September 2017, 03.39 Uhr: Infolge des Sturmtiefs „Sebastian“ sind am Mittwoch in Hamburg und Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei heftigen Windböen wurde in Hamburg nach Angaben der Polizei ein 38-jähriger Passant von einem herabstürzenden Gerüst erschlagen. Im nordrhein-westfälischen Brilon starb ein 53-Jähriger durch eine umstürzende Fichte. Bei einem weiteren Toten in Hamburg geht die Polizei inzwischen von Suizid aus.

Mit heftigen Windböen und Starkregen zog das Sturmtief „Sebastian“ über Teile West- und Norddeutschlands hinweg. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gab es an der Nordseeküste teils orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Für den Abend wurde in der Elbmündung, in Hamburg und an der Nordfriesischen Küste eine Sturmflut erwartet. In Ostfriesland wurde ein Pegel von einem Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet, für Nordfriesland bis zu zwei Meter mehr.

Hamburger Fischmarkt überflutet

22.36 Uhr: Eine Sturmflut hat am späten Mittwochabend den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil St. Pauli unter Wasser gesetzt. Das Wasser stand an einigen Stellen etwa knietief, wie Passanten berichteten. Es sei die erste Sturmflut in diesem Herbst, hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg zuvor mitgeteilt. Der Wind aus Westsüdwest mit einer Stärke von durchschnittlich 9, in Böen 10 Beaufort drücke das Wasser der Nordsee an der ostfriesischen Küste vorbei auf

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