Zeltlager überflutet – Zwei deutsche Betreuer festgenommen

Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich hat die Polizei zwei Verantwortliche vorläufig festgenommen. Gegen den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendförderung St. Antonius aus Leverkusen werde unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Betreibens eines Campingplatzes ohne behördliche Genehmigung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Nîmes der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Ein deutscher Betreuer des Feriencamps wird noch vermisst, rund hundert Kinder und Jugendliche wurden psychologisch betreut.

Den beiden deutschen Verantwortlichen wird nach Angaben von Staatsanwalt Eric Maurel zur Last gelegt, „das Leben anderer in Gefahr gebracht zu haben“. Der Betreuer des Ferienlagers wird vermisst, seit der Campingplatz in Saint-Julien-de-Peyrolas am Donnerstag nach heftigen Regenfällen überschwemmt wurde. Sein Wohnwagen wurde vom Wasser mitgerissen und später zerstört aufgefunden. Zahlreiche deutsche Kinder und Jugendliche wurden in einer dramatischen Aktion von Einsatzkräften gerettet.

Behörde will Deutsche gewarnt haben

Die Gemeinde wirft den deutschen Betreibern vor, ihren Zeltplatz zu nah an einen Seitenarm des Flusses Ardèche gebaut zu haben, der sich nach den Regenfällen in einen reißenden Strom verwandelte. Die Behörden erklärten, sie hätten die Deutschen 48 Stunden vor dem Drama vor einer möglichen Überschwemmung ihres Campingplatzes gewarnt, der demnach nur knapp über dem Wasserspiegel liegt.

Der Bürgermeister schaltete wegen der angekündigten Unwetter nach Angaben der Staatsanwaltschaft sogar das zuständige Verwaltungsgericht ein. Dennoch befanden sich noch zahlreiche Kinder und Jugendliche auf dem Zeltplatz, als der

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