Vier Tote bei Wahlkampfauftritt

Im Südosten der Türkei ist es bei einem Wahlkampfauftritt eines AKP-Parlamentariers zu einer Schießerei gekommen. Dabei starben vier Menschen – darunter auch der Bruder des Politikers.

Im mehrheitlich von Kurden bewohnten Südosten der Türkei ist ein Wahlkampfauftritt eines AKP-Politikers nach Meldungen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu eskaliert. Der Parlamentarier Ibrahim Halil Yildiz, Mitglied der Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan, besuchte den Ort Suruc. Dabei geriet seine Entourage in Streit mit mehreren Ladenbesitzern vor Ort.

Aus dem Streit entwickelte sich eine Schießerei. Vier Menschen wurden den Angaben zufolge getötet. Acht wurden verletzt. Die Polizei nahm nach Berichten zehn Menschen fest.


Karte Türkei mit Istanbul, Van, Batman, Diyarbakir

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Acht Verletzte

Der Parlamentarier Yildiz habe den Angriff unverletzt überlebt, berichtete Anadolu. Sein älterer Bruder sei aber getötet worden. Wer die anderen Todesopfer sind, ist unklar.

Das regierungskritische Nachrichtenportal sendika.org berichtete, nachdem ein Geschäftsmann den Wahlkämpfern gesagt habe, dass er nicht die AKP wählen werde, sei der Streit ausgebrochen. AKP-Anhänger hätten daraufhin das Feuer eröffnet.

Ministerpräsident Binali Yildirim machte dagegen nach Angaben von Anadolu die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für den Vorfall verantwortlich.

Appelle und Vorwürfe

Article source: https://www.tagesschau.de/ausland/turkei-wahlkampf-yildiz-101.html