US-Wahlkampf: Die Angstkampagne von Donald Trump – SPIEGEL …


Donald Trump hat ein neues Lieblingswort: Mob. Zum Mob zählt der US-Präsident vor allem eine Sorte Mensch: seine politischen Gegner.

„Die Demokraten sind völlig außer Kontrolle, verrückt“, rief Trump seinen grölenden Anhängern bei einer Kundgebung in Iowa zu. „Auf keinen Fall darf einem wütenden, linken Mob wie den Demokraten die Macht überlassen werden.“ Niemals. Auf keinen Fall. „Das wäre so, als würde man einem Brandstifter Streichhölzer geben.“

Auch vor Fans in Pennsylvania erklärte er, die Demokraten seien ein „radikaler Mob“. Und bei einem Auftritt vor Journalisten in Washington warnte Trump vor dem Absturz der US-Wirtschaft, sollte die Opposition, „der Mob“, die Midterm-Wahl gewinnen: „Wenn die Demokraten an die Macht kommen, werden sie Amerika zu einem neuen Venezuela machen.“

Trumps Absicht ist leicht zu durchschauen

Trumps Mob-Trick ist die neueste, bizarre Wendung in einem Wahlkampf um die Mehrheit im US-Kongress, der schon jetzt völlig gegen alle Regeln und Normen verstößt. Es wird schrill – und die Absicht des Präsidenten ist leicht durchschaubar. Rechtzeitig zu Beginn der heißen Wahlkampfphase will er mit einer klassischen Angstkampagne möglichst viele Wähler mobilisieren und ins Lager der Republikaner treiben.

Typisch Trump: Während er sich selbst als Hüter von Recht und Ordnung präsentiert, soll die Opposition als wilder, gewalttätiger Haufen von Chaoten gebrandmarkt werden. So will Trump all jenen Amerikanern, die vielleicht noch unentschlossen sind, genug Furcht einjagen, damit sie

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