US-Kongress: Trump soll sich gegen Rechtsextremismus stellen …

Der US-Kongress hat Präsident Donald Trump zu einer deutlichen Verurteilung rechter Gewalt aufgefordert. Eine entsprechende Resolution wurde einstimmig vom Repräsentantenhaus verabschiedet, zuvor hatte bereits der Senat dafür gestimmt. Sie wird Trump nun zur Unterzeichnung vorgelegt.

In dem Papier wird die Gewalt bei einem Aufmarsch von Rechtsextremen in Charlottesville als „Terrorangriff im Innern“ bezeichnet. Trump solle die Erfassung von Daten zu Hasskriminalität verbessern und eindeutig gegen Neonazis und Rassisten Position beziehen. Justizminister Jeff Sessions wird dazu aufgefordert, Gewalt von Gruppen wie dem rechtsradikalen Ku-Klux-Klan zu untersuchen.

Trumps Reaktion auf die Gewalt war von führenden Demokraten und Republikanern kritisiert worden. Auch international war dem Präsidenten vorgeworfen worden, sich nicht ausreichend von gewaltbereiten Neonazis zu distanzieren. Trump hatte nach dem rechtsextremen Aufmarsch von Gewalt „auf vielen Seiten“ gesprochen. Zwei Tage später bezeichnete er die Gewalt der Rechtsradikalen zwar als „abstoßend“, sagte aber am Folgetag, dass auch unter den Rechtsextremisten „sehr gute Leute“ gewesen seien.

In Charlottesville hatten sich Mitte August mehrere rechtsextreme Gruppen zu einem Fackelmarsch organisiert, um für den Erhalt eines Denkmals für einen Südstaatengeneral zu demonstrieren. Die teilweise bewaffneten Menschen hatten die umstrittene Südstaatenflagge geschwenkt und Slogans wie „Juden werden uns nicht ersetzen!“ gerufen. Eine Frau wurde getötet, als ein

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