Trumpf wagt den Angriff auf Trump

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„Halten Sie mich etwa für feige?“, fragt Nicola Leibinger-Kammüller. Die Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinen- und Anlagenbauers Trumpf ist auf US-Präsident Donald Trump nicht besonders gut zu sprechen und hat bereits mehrfach dessen Politik kritisiert. Dieses Mal macht sie direkt in seiner Heimat Front gegen Trump. „Alle politischen Signale, die auf Abschottung gegenüber anderen Märkten setzen, sind Gift für Investitionen“, sagt die Unternehmerin aus Baden-Württemberg in ihrer 20-minütigen Ansprache im Vorfeld der großen Eröffnungsfeier des neuen Trumpf-Standorts in Chicago.

Sie glaubt an den freien Handel und an den Austausch von Talenten, um den Lebensstandard der Menschen zu verbessern. „Nationalismus dagegen führt zu höheren Produktionskosten und geringerer Qualität der Produkte – und damit auch zu schlechteren Jobperspektiven.“ Die Industrie brauche freie Märkte wie der Mensch die Luft zum Atmen.

Dass sich Kunden an diesen Ansagen stören könnten – Regierungschef Trump ist schließlich mit großer Mehrheit gewählt –, bereitet der 57-Jährigen keine Sorgen. Das Thema auszuklammern, kommt für Leibinger-Kammüller aber nicht infrage: „Es ist mir ein Bedürfnis, diese Dinge anzusprechen.“ Denn wichtige Ideale wie die Freiheit gelte es einfach zu verteidigen.

„Schlaue Fabrik“ soll

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