Trump will im Handelsstreit mit China neue Strafzölle

Die US-Regierung heizt nach Informationen der Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg den Handelskonflikt mit China weiter an. Präsident Donald Trump wies nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person seine Mitarbeiter an, neue Strafzölle gegen China auf Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar auf den Weg zu bringen. Der Zeitpunkt dafür sei allerdings noch unklar. Die Agentur Bloomberg meldete, dies geschehe ungeachtet der Versuche von Finanzminister Steven Mnuchin, die Gespräche mit China wieder anzustoßen. Auch der Sender Fox News berichtete von der Anweisung. Es wurde erwartet, dass China Vergeltungsmaßnahmen ergreift. An der Wall Street drehte der Dow-Jones-Index nach den Berichten ins Minus.

Seit Anfang Juli haben sich die USA und China mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen. Trump hatte weitere Schritte angekündigt, Peking schon mit Gegenmaßnahmen gedroht. Der US-Präsident wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. China weist das zurück. Der Streit belastet die Finanzmärkte, weil es die Sorge vor einem ausgewachsenen Handelskrieg gibt. Zuletzt gab es zumindest ein Signal der Annäherung: Die Regierung in Washington sprach eine Einladung zu neuen Verhandlungen aus. Zeit und Ort blieben allerdings unklar.

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