Trump: "Unser Militär wird bald mächtiger als jemals zuvor sein"

Donald Trump auf der UN-Generalversammlung. Bild: Weißes Haus

Trump feiert vor der UN-Generalversammlung unter Gelächter seine nationalistische Politik, die aber beim Militär ihre Paradoxien zeigt

Es dürfte US-Präsident Donald Trump schmerzlich getroffen haben, als er in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung ausgerechnet dann – und das auch noch ganz am Beginn – Gelächter erntete, als er die „außerordentlichen“ Erfolge seiner Regierung anzupreisen versuchte. Überrascht sagte er, er habe diese Reaktion nicht erwartet: „But that’s okay“. Und er fuhr dann fort, die von ihm erzielten Leistungen, alles natürlich in historischen Dimensionen, zu feiern: die größte Steuerreform, der Bau der Grenzmauer und vor allem auch die militärische Aufrüstung: „Unser Militär wird bald mächtiger als jemals zuvor sein. Die USA sind ein stärkeres, sicheres und reiches Land, seitdem ich das Amt vor zwei Jahren übernahm.“

Trumps Nationalismus nahm breiten Raum ein. Er machte klar, dass seine Politik allein den nationalen Interessen gehorcht. Kooperation gibt es nur, wenn die USA profitieren und ein Geschäft machen. Der Versuch, eine regelhafte Weltordnung aufzubauen, bislang zumindest ein angebliches Ziel der amerikanischen Politik, wenn auch die Weltordnung eine amerikanische sein sollte, gilt nicht mehr.

Jeder ist selbst der Nächste, nationaler Egoismus

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