Trump provoziert die Briten – Faz – FAZ

Donald Trump als feistes, orangefarbenes Baby – riesig und aufblasbar soll das Signal weithin sichtbar sein: Der amerikanische Präsident ist bei vielen Bürgern in London nicht willkommen. Der Ballon wird Teil einer Demonstration sein. Er darf nun doch über dem Parliament Square schweben. Zehntausende sollen am Protest teilnehmen – immerhin 1,8 Millionen Briten hatten sich kurz nach Trumps Amtsantritt schon einmal mit ihrer Unterschrift gegen einen Besuch des Präsidenten ausgesprochen.

Trumps Besuch begann mit einem Abendessen, das Premierministerin Theresa May am Donnerstag für ihn und seine Ehefrau Melania ausrichtete. Dabei kam es vor dem Blenheim Palace in Oxfordshire zwar zu freundlichen Gesten – wie schon bei Mays Besuch in Washington hielt der amerikanische Präsident kurz ihre Hand. Doch die Stimmung nach dem Nato-Gipfel in Brüssel, bei dem Trump seine Partner zum Teil beschimpfte, ist eher angespannt.

Und Trump ging in einem Interview mit der britischen Murdoch-Zeitung „The Sun“ schon wieder auf Konfrontationskurs. Er griff Premierministerin May für ihr Brexit-Management an. Trump schlug sich wieder einmal offen auf die Seite der Brexit-Hardliner und drohte Großbritannien. Ein „weicher Brexit“, bei dem die Briten weiterhin Teil des europäischen Binnenmarktes sein könnten, werde die Aussichten auf eine britisch-amerikanische Handelsvereinbarung zunichte machen. „Wenn sie einen solchen Deal machen, dann hätten wir mit der Europäischen Union zu verhandeln statt

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