"Trump öffnet die Tür zum Frieden" – "Trump erklärt der Welt den Krieg"


Donald Trump hat es mal wieder auf die Titelseiten in aller Welt geschafft. Natürlich beherrscht seine Entscheidung, den Anspruch Israels auf Jerusalem anzuerkennen, besonders im Nahen Osten die Schlagzeilen. Große Ausnahme ist Kuwait: Die Nachricht, dass das Land nach zwei Jahren Sperre wieder an Wettbewerben des Fußballweltverbands Fifa teilnehmen darf, verdrängt den Streit um Jerusalem auf die hinteren Seiten.

Ein Blick auf die Medienreaktionen in Israel und in arabischen Staaten zu Trumps Jerusalem-Beschluss.

„Donald Trump hat die gesamte Geschichte der Nahost-Diplomatie auf den Kopf gestellt – und Netanyahus ultimativen Coup geliefert“, schreibt die linksliberale israelische Tageszeitung „Haaretz„. Der US-Präsident habe Jerusalem als Israels Hauptstadt nur deswegen anerkannt, um sich im Vergleich mit seinen Amtsvorgängern als couragierter darzustellen, heißt es weiter – „und zur Hölle mit den möglichen Konsequenzen für die Menschen in der Region“. Für Israels Premier Benjamin Netanyahu sei der Beschluss „ein weiterer Beweis, dass er der unbestrittene Meister der israelischen Außenpolitik ist“.

Yediot Ahronot“ veröffentlicht einen Kommentar von Präsident Reuven Rivlin, dessen Familie bereits seit Generationen in Jerusalem lebt und der Donald Trump für seine Entscheidung dankt. Der Karikaturist der Zeitung zeichnet Premier Netanyahu, den nationalreligiösen Bildungsminister Naftali Bennett und die rechtsgerichtete Kulturministerin Miri Regev, die eines der berühmten Altstadttore in Jerusalem umbenennen – in „Trump-Tor“.

Das rechte, kostenlose Massenblatt „Israel Hayom„, das einem langjährigen Unterstützter Netanyahus gehört,

Article source: http://www.spiegel.de/politik/ausland/jerusalem-presseschau-zu-donald-trumps-beschluss-a-1182151.html