Trump dämpft Trumpfs Amerika-Begeisterung – FAZ

Zu den Vereinigten Staaten hat Nicola Leibinger-Kammüller eine ganz besondere Beziehung. Die Vorsitzende der Geschäftsführung des schwäbischen Werkzeugmaschinenbauers und Laserspezialisten Trumpf ist hier geboren und hat deshalb neben der deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Zwar kam sie schon als kleines Kind zurück nach Deutschland, sie ging aber zum Studium wieder nach Amerika und hat sich bis heute ein enges Band zu dem Land bewahrt.

Roland Lindner

Entsprechend aufmerksam und mit einigem Befremden hat sie den Aufstieg von Donald Trump zum Präsidenten verfolgt, dessen „America First“-Philosophie sie alarmierend findet. Daher hielt sie sich nicht mit kritischen Worten zurück, als sie jetzt in Chicago eine neue Trumpf-Niederlassung eröffnete. Vor politischer Lokalprominenz äußerte sie ihre „Sorge, was die Ausgestaltung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten mittelfristig anbelangt“. Protektionistische Schritte und die Kritik an Handelsüberschüssen anderer Länder seien „Gift für Investitionen“ und zielten auf Abschottung gegenüber anderen Märkten. Gerade Trumpfs Branche, der Maschinen- und Anlagenbau, brauche freie Märkte „wie die Luft zum Atmen“. Dreiviertel ihrer Produkte würden exportiert. Nationalismus mache Produkte teurer und schade ihrer Qualität, und das sei auch schlecht für Arbeitsplätze.

Im kleinen Kreis gegenüber Journalisten erlaubte sich Leibinger-Kammüller auch ein paar persönliche Seitenhiebe auf Trump und seine Familie: „Zum Glück sind wir nicht

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