SPD für "ergebnisoffene Gespräche" mit der Union

Nach stundenlanger Debatte hat sich der SPD-Parteitag für ergebnisoffene
Gespräche mit CDU/CSU über eine Regierungsbildung ausgesprochen, ohne Vorfestlegungen und ohne jeden Automatismus. Die
rund 600 Delegierten votierten mit großer Mehrheit für Gespräche, die zu
einer großen Koalition, einer Minderheitsregierung von Kanzlerin Angela
Merkel (CDU) oder zu Neuwahlen führen könnten. SPD-Chef Martin Schulz bestätigten die Delegierten mit 81,94 Prozent im Amt.

Zuvor hatte Schulz für die Gespräche geworben, nachdem er nach der Bundestagswahl und dem Scheitern eines Jamaika-Bündnisses eine große Koalition zunächst ausgeschlossen hatte. „Wir müssen nicht um jeden Preis regieren. Aber wir dürfen auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen“, sagte er.

Die SPD müsse Europa stärken, sich um die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter kümmern, eine Bildungsrevolution anstoßen, den Klimawandel begrenzen und die sozialen Netze sicherer machen. „Dafür wollen wir ergebnisoffen reden und schauen, zu was für inhaltlichen Lösungen wir kommen können“, betonte Schulz. Es gelte ein Maximum sozialdemokratischer Politik durchzusetzen: „Unsere politischen Inhalte zuerst und keinen Automatismus in irgendeine Richtung.“

In der anschließenden Debatte schlug ihm aber massiver Widerstand gegen eine große Koalition entgegen. Kurz vor der Abstimmung am Abend ergriff Schulz noch einmal das Wort und sagte: „Ich bitte um Euer Vertrauen und sonst überhaupt nichts.“ In seiner Rede übernahm Schulz als gescheiterter

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