Schulz fordert zweites TV-Duell mit Merkel

Fazit: Schulz ist ein charismatischer Typ – damit wollte er gegen die oft nüchtern wirkende Kanzlerin im Wahlkampf punkten. Im ZDF-Studio hat er es heute aber übertrieben mit der Bürgernähe: Er suchte den Kontakt zu den Fragestellern, setzte sich oft neben sie, versuchte mit persönlichen Geschichten zu punkten. Der Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Anbiederung und echtem Interesse gelang ihm zu oft nicht. Inhaltlich wirkte er dadurch oft zerfahren und unklar – wenn die Fragen überhaupt beantwortete. Erst beim Thema Flüchtlinge lief Schulz zu Hochform auf, ging emotional in die Diskussion und bereicherte sie mit eigenen Perspektiven. Wie sehr er sich die Sendung zu eigen machen wollte, zeigte sich allerdings erst in den letzten Minuten: Da kündigte er an, Merkel in einem Brief zu einem zweiten TV-Duell aufgefordert zu haben. Ein echter Knüller, den er sich da für den Schluss aufgehoben hat.

Schulz fordert Merkel zu weiterem Duell heraus

21.45 Uhr: Wäre Schulz bereit, Ungarn aus der EU auszuschließen? „Das kann man nicht“, sagt Schulz. „Aber man muss Klartext mit den Ländern sprechen.“ Das war die letzte Frage. In seinem letzten Statement packt Schulz nochmal eine Überraschung aus: Er habe Merkel heute einen Brief geschrieben, indem er sie zu einem zweite TV-Duell auffordere – denn Sendungen wie diese hätten ihm gezeigt, dass zentrale Themen beim ersten

Article source: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/klartext-herr-schulz-schulz-fordert-zweites-tv-duell-mit-merkel_id_7584907.html