Mehr Heimatliebe und Leitkultur: CSU kämpft um AfD-Wähler

Passau (dpa) – Ein Bekenntnis zu Heimat und deutscher Leitkultur, eine Begrenzung der Migration, dazu die Forderung nach christlichen Kreuzen in allen öffentlichen Gebäuden Bayerns: Die CSU hat beim politischen Aschermittwoch einen konservativeren Kurs angekündigt.

Damit will sie bei der Landtagswahl im Herbst der AfD Wähler abspenstig machen. „Wir sind für die bürgerliche Mitte da. Aber wir wollen auch die demokratische Rechte wieder bei uns vereinen“, sagte der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder in Passau.

Der kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz warb in Vilshofen nach den jüngsten Querelen in der Traditionspartei zeitgleich um Vertrauen in die SPD als weltoffene und EU-freundliche Kraft. Eindringlich befürwortete Scholz eine neue große Koalition mit CDU und CSU: „Zwei Drittel von dem, was im Koalitionsvertrag steht, stammt aus dem sozialdemokratischen Wahlprogramm.“

Söder bekannte sich in seiner gut einstündigen Rede zur Religionsfreiheit, betonte aber auch: „Wer glaubt, dass der Islam oder sogar die Scharia zu unserm Land gehört, da kann ich nur sagen: Diese haben kulturgeschichtlich nichts mit Bayern zu tun, liebe Freunde.“ Jeder, der hierzulande leben wolle, „muss sich am Ende unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen – und nicht umgekehrt“. Söder plädierte auch dafür, die christliche Prägung Bayerns in der Landesverfassung zu verankern.

Der CSU-Politiker wandte sich indirekt gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und kritisierte einen einschläfernden Politik-

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