Juncker will Euro überall in der EU einführen


Vor dem Europaparlament hat sich Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für eine engere Zusammenarbeit in Europa ausgesprochen. Die Union befinde sich im fünften Jahr eines Wirtschaftsaufschwungs, der mittlerweile jeden Mitgliedstaat erreicht habe. „Jetzt ist die Zeit für ein stärkeres, demokratischeres Europa“, sagte er. In seiner Rede zur Lage der Union ging er auf weitreichende Vorschläge für die Zukunft der EU ein:

Der Christdemokrat will den Euro in der gesamten Union einführen, also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern. Dafür schlug er ein „Euro-Vorbereitungsinstrument“ vor, das technische und auch finanzielle Hilfe leisten soll. „Der Euro sollte mehr sein als die Währung einer Reihe ausgewählter Länder“, sagte Juncker. Alle außer zwei EU-Staaten seien laut EU-Verträgen verpflichtet und berechtigt, der Gemeinschaftswährung beizutreten. Dies sind Großbritannien und Dänemark.

Außerdem sollten die Grenzkontrollen zwischen den EU-Ländern fallen: Bulgarien und Rumänien müsse unverzüglich der Schengenraum geöffnet werden – Kroatien bei Vorliegen der Voraussetzungen auch.

Kurz vor der Bundestagswahl machte Juncker damit Vorschläge, die erheblichen Streit auslösen könnten. So bedeutet die gewünschte Ausweitung der Eurozone, dass auch EU-kritische Länder wie Ungarn oder Polen die Einheitswährung einführen sollen. Auch soll sie in armen EU-Ländern wie Rumänien oder Bulgarien gelten.

Zum Handel sagte der Kommissionspräsident: „Wir müssen unser Handelsprogramm verstärken.“ Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland sollten bis 2019 abgeschlossen sein. „Jede Milliarde an Exporten zusätzlich steht für 14.000

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