Ist Trump sicherer als Fukushima?

Vermutlich irgendwann in den vergangenen Jahren sind Transportflugzeuge der US-Luftwaffe mit neuen Atombomben auf dem Militärflugplatz Büchel in Rheinland-Pfalz gelandet. Oder aber sie werden in den kommenden Jahren landen. Oder beides. Details darüber, wie und wann genau die US-Regierung ihre Nuklearbomben in Deutschland durch eine modernere Version ersetzt, sind nicht öffentlich. Bekannt ist allerdings, dass die neuen Gravitationsbomben die Typenbezeichnung B61-12 tragen und eine neue Steuertechnik besitzen, die einen deutlich zielgenaueren Einsatz erlaubt, als er mit ihrem Vorgängermodell möglich war. Zwischen 10 und 20 Bomben, glauben Experten, sind auf dem Bundeswehrfliegerhorst Büchel in der Eifel eingelagert.

Da fragt man sich doch: Wieso nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel das Risiko, das von Atomwaffen ausgeht, weiterhin in Kauf, während sie das Risiko, das von Atomkraftwerken ausgeht, für unvertretbar erklärt hat?

Anders als die SPD steht die CDU weiterhin zur sogenannten nuklearen Teilhabe, also zur Einbindung Deutschlands in die atomare Abschreckung der Nato. Tornados der Bundeswehr sollen im Ernstfall die amerikanischen B61-Bomben abwerfen. Der Gedanke, dass dies jemals geschehen könnte, erscheint zwar einigermaßen entlegen. Doch bei der nuklearen Teilhabe geht es vor allem um ein politisches Signal: dass der atomare Schutzschirm der Nato – und damit seine Risiken – auf mehrere Schultern verteilt ist. Weitere sogenannte taktische Atombomben lagern in Belgien, Italien und (wahrscheinlich noch) in

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