„Ich möchte Albert Einstein nicht als meinen Piloten haben“ – FAZ

In die sich zuspitzende Debatte um die Flugtauglichkeit der Boeing 737 Max 8 nach dem zweiten Absturz innerhalb von nur fünf Monaten hat sich nun auch der amerikanische Präsident Donald Trump eingemischt. In einem an diesem Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst veröffentlichten Post erwähnt Donald Trump die Vorfälle und das Unternehmen zwar nicht explizit, doch kritisiert er, dass Flugzeuge immer komplexer würden.

Inzwischen würden nicht mehr Piloten sondern vielmehr Computerwissenschaftler gebraucht, um sie zu fliegen – ein Problem, das er in vielen Bereichen beobachtet habe: Immer werde versucht, noch einen unnötigen Schritt weiter zu gehen, wenn doch „altbekannt und einfacher“ viel besser sei.

Die Komplexität des Fliegens schaffe Gefahren, koste viel und bringe nur wenige Vorteile, schreibt Trump. „Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich möchte Albert Einstein nicht als meinen Piloten haben. Ich will  großartige Flug-Profis, denen es erlaubt ist, einfach und schnell die Kontrolle über ein Flugzeug zu übernehmen.“

Amerikanische Politiker forderten unterdessen Konsequenzen der Luftfahrtbehörde FAA. Spitzenvertreter beider großer Parteien sprachen sich am Dienstag für ein Startverbot des betroffenen Flugzeugtyps aus. Alle Flieger sollten am Boden bleiben, bis die Ursachen der jüngsten Abstürze und die Flugtauglichkeit geklärt seien, forderte etwa der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney.