"Ich kann noch viel mehr machen"


Im Zollstreit mit China setzt US-Präsident Donald Trump weiter auf Konfrontation. Seine Wirtschafts- und Handelspolitik habe die chinesische Volkswirtschaft bereits getroffen, sagte Trump Fox News. „Ich kann noch viel mehr machen“, behauptete er im Gespräch mit dem TV-Sender. Die Chinesen hätten zu lange zu gut gelebt.

Erst im September hatte Trump den Handelskonflikt durch neue Sonderzölle auf Chinaimporte im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar befeuert. Das chinesische Handelsministerium reagierte umgehend und kündigte Vergeltung an. So sollen US-Importe im Wert von 60 Milliarden Dollar mit Extrazöllen belegt werden.

Die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte überziehen sich seit Anfang Juli mit Straf- und Vergeltungszöllen. Trump, der China Marktabschottung und unfaire Beihilfen für die eigene Wirtschaft sowie Technologiediebstahl vorwirft, hatte schon im Wahlkampf mit dem Thema Stimmung gemacht. An den Märkten gibt es die Sorge, dass sich der Streit zu einem Handelskrieg ausweitet, der auch andere Regionen belasten könnte.

Trump droht auch der EU

Nicht nur China, auch der EU wirft Trump unfaire Handelspraktiken vor. „Die Europäische Union ist fast so schlimm wie China, nur kleiner“, hatte Trump im August gesagt. Deshalb droht er immer wieder, Strafzölle auf deutsche Autoimporte einzuführen. Auf Kraftfahrzeuge aus den USA erhebt die EU einen Einfuhrzoll von zehn Prozent, umgekehrt gelten nur 2,5 Prozent.

Der vergleichsweise hohe Zoll der Europäer stammt aus den Neunzigerjahren und richtete sich damals gegen ein anderes Land:

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