Facebook-Like für Salafisten irritiert auch Hessischen Rundfunk

Nach der Kritik an einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals Kika über die Beziehung eines deutschen Mädchens mit einem syrischen Flüchtling sind neue Vorwürfe aufgetaucht. Der Syrer, der zwei Vornamen hat, Diaa und Mohammed, soll laut „Bild“-Zeitung die offizielle Fan-Seite des deutschen Salafisten-Führers Pierre Vogel geliket, das heißt mit “Gefällt mir“ markiert haben.

Vogel war Mitglied eines inzwischen aufgelösten salafistischen Vereins, der vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Er gilt als einflussreicher Prediger der deutschen Salafismusszene. In einem seiner Videos soll er ein Shirt mit dem Logo der Terrororganisation IS getragen haben.

Auf seiner Facebookseite schreibt Vogel zu einem Beitrag über eine zum Islam konvertierte 16-Jährige, die ihrem abgeschobenen Freund nach Algerien folgte, „es lebe die Freiheit“. Außerdem schreibt er am Samstag unter dem Stichwort „Diskussionsgrundlage“: Die „meisten Höllen-Bewohner sind Frauen“. Vogel wehrt sich gegen die Kritik an diesem Post, indem er sagt, dass habe nicht er, sondern „der Prophet Muhammad gesagt“. Kika-Sprecherin Christiane Rohde sagt der WELT, ihr lägen dazu keine Informationen vor, sie glaube aber nicht an die Substanz der Vorwürfe.

Der Hessische Rundfunk wiederholte den Beitrag am Samstagnachmittag. Bei der anschließenden Diskussion des öffentlich-rechtlichen Senders wurden einem Kritiker, dem AfD-Abgeordneten Dirk Spaniel, vier Menschen gegenübergesetzt, die den Film ganz unproblematisch fanden. Spaniel sagte, er sehe es als bedenklich an, dass Malvina in dem Film immer nachgebe. Er frage

Article source: https://www.welt.de/vermischtes/article172443111/Like-fuer-Salafisten-Fuehrer-Neuer-Aerger-um-Kika-Fluechtlings-Doku.html