Erdogan: „Wir könnten uns auch neue Freunde suchen“

Erdogan gab zudem am Freitag bekannt, in einem Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über Wirtschaftsbeziehungen gesprochen zu haben. Zwar wurde nicht klar, ob es sich dabei um einen diplomatischen Gegenangriff handeln sollte. Der Schritt legte jedoch nahe, dass die Türkei sich weiter von ihren Nato-Verbündeten ab- und einer Kooperation mit Russland zuwenden könnte.

Momentan bemüht sich die Türkei nach der Anhebung von Zöllen durch die USA intensiv um eine Verhandlungslösung. „Wiederholte Bemühungen, der US-Regierung klarzumachen, dass keines der für die Zollerhöhungen genannten Kriterien auf die Türkei zutrifft, blieben fruchtlos“, erklärte Handelsministerin Ruhsar Pekcan am späten Freitag. „Trotzdem, wir flehen Präsident Trump an, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“ Der Streit könne und solle durch Dialog und Zusammenarbeit beigelegt werden.

Das Außenministerium erklärte, die Türkei werde mit Gegenmaßnahmen reagieren. Zugleich wurde betont, solche Probleme sollten durch Diplomatie und Dialog und guten Willen beigelegt werden. Die Ankündigung der Zollerhöhung hat die Talfahrt der türkischen Währung noch beschleunigt und den Druck auf die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan erhöht.

Erdogan orientiert sich schon seit längerem nach Moskau, obwohl die Türkei Nato-Mitglied ist. In dem Gastbeitrag warf

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