Donald Trump – Fazit der Asienreise: Amerika dankt ab – SPIEGEL …


Diese Reise hätte nicht besser laufen können. Zumindest aus Donald Trumps Sicht: „Roter Teppich, so wie ihn wohl noch niemand erhalten hat“, prahlt er. „Das ist wirklich ein Gefühl des Respekts, vielleicht ein bisschen für mich, aber wirklich für unser Land, und darauf bin ich sehr stolz.“

Montags in Manila: Mit wichtiger Miene posiert der US-Präsident in einem philippinischen Luxushotel, flankiert von Shinzo Abe und Malcolm Turnbull, den Premiers von Japan und Australien. Es ist der letzte volle Tag seiner Asienreise. Zeit, sich selbst auf die Schulter zu klopfen.

Rote Teppiche, Militärparaden, Bankette und ein Liebeslied, geträllert vom philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte („Du bist die Liebe, auf die ich gewartet habe“): In der Tat begrüßten sie Trump bei seinem Fünf-Länder-in-zwölf-Tagen-Trip mit Pomp und großem Bahnhof.

Video: Philippinischer Präsident singt für Trump


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Doch die Inszenierungen sollten Trump nicht nur schmeicheln, sondern ihn vor allem blenden. Denn in Wahrheit war diese Reise eine Abschiedstour, bei der Amerika als Supermacht offiziell abdankte. Das ist das eigentliche Fazit.

Amerika dankt ab – und zwar als Verfechter westlich-demokratischer Werte und Menschenrechte. Trumps Vorgänger vertraten im Ausland stets den Anspruch, ein moralischer Kompass der Welt zu sein. Trump entlarvte sich dagegen als Bewunderer antidemokratischer, autoritärer Herrscher. Die fühlen sich nun bestärkt und

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