Berlin: KaDeWe verkauft wieder Produkte jüdischer Siedler

Es war eine umstrittene Entscheidung: Wie der „Spiegel“ berichtete, hatte das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Berlin mehrere Produkte aus Israel aus dem Sortiment gestrichen. Hintergrund war ein Beschluss der EU-Kommission vom 11. November, laut dem ab sofort eine Kennzeichnungspflicht für Obst, Gemüse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Kosmetika besteht, die in Siedlungen im Westjordanland, auf den Golanhöhen sowie in Ostjerusalem produziert werden.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu machte den Vorgang umgehend zur Chefsache: Noch am Sonntag fand er zu Beginn der Kabinettssitzung Zeit, den Beschluss eines der größten Warenhäuser Europas zu kritisieren.

„Was als Kennzeichnung begann, ist nun zu einem echten Boykott geworden. Wir protestieren aufs Schärfste gegen diesen Schritt, der in jeder Hinsicht – moralisch, faktisch und historisch – verwerflich ist“, sagte der Premier. „Dieses Kaufhaus war in jüdischem Besitz, die Nazis haben es enteignet. Es ist absurd, dass dieses Kaufhaus jetzt Produkte aus den Siedlungen in Judäa und Samaria (Westjordanland) und den Golanhöhen kennzeichnet.“

Und weiter: Israel erwarte von der Bundesregierung, „gegen die Kennzeichnung von Gütern vorzugehen“.

„Zu rasch und unsensibel“

Auf der Facebook-Seite des KaDeWe spiegelten die Reaktionen die Empörung vieler Israelis wieder. „Noch vor

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